Nachdem ich gestern schon mal da war aber fest stellen musste, dass ich nicht ausreichend vorbereitet war, bin ich heut erneut zur Baustelle A 38 Eisleben - Halle-Süd gefahren. Ich bin die Strecke an ausgewählte und gut zu erreichenden Stellen angefahren. Das sind die Bauwerke der Ortsverbindungsstrasse Farnstädt - Alberstedt, der L 176 (AS Querfurt), der L 177 (AS Schafstädt) und der L 173 über die A 38.

Der Streckenbau bei Alberstedt
Die ungebundenen Tragschichten sind überall schon eingebaut. Nur bei Alberstedt ist man damit noch beschäfftigt. Dagegen waren gebundene Tragschichten nur bei Lauchstädt zu sehen. Dort ist der Beschleunigungsstreifen der Rifa Göttingen bereits betoniert und geschnitten. Ein paar hundert Meter weiter Richtung Westen sogar die ganze Fahrbahn.

Die A 38 an der AS Querfurt
Es war heut sehr windig. Die Gegend ist ja auch sehr offen und damit anfällig für jeden Wind. Das wird man auch bald erfahren, wenn man die A 38 befahren kann. Es hat zwar auch die Sonne geschienen, aber das hilft auch nicht gegen den recht kühlen und sehr steifen Wind. Da sollte man gut angezogen sein.

Rifa Göttingen an der AS Schafstädt
Bei Schafstädt war niemand zu sehen, der an der Trasse werkelte. Auch hier sind die ungebundenen Tragschichten eingebaut. Allein die Rampen, sowohl die im Bild zu sehenden Rampen von und zur Rifa Göttingen als auch die auf der anderen Seite nach leipzig, sind bereits mit gebundenen Tragschichten versehen.

Der Streckenbau bei Lauchstädt
So glatt die neue Autobahn auch sein mag. Die Strassen drum herum sind es nicht. Zwischen Farnstädt und Alberstedt ist es schon nicht schön. Zu erst kommt ein Abschnitt mit glattem Pflaster. das ist eigentlich bei trockenem Wetter kaum ein Problem. Danach ein extrem buckliges Stück Asphalt. Auch die Ortsdurchfahrt Alberstedt ist noch die Gleiche wie zu Kaisers Zeiten. Allein die paar Meter rund um die Autobahntrasse stechen qualitativ hervor.
Die Krönung aber ist die L 177 nördlich der A 38. Das ist eine Zumutung. Hier ist die Zeit stehen geblieben, So sahen in entwickelten Ländern die Strassen vor vielleicht 100 Jahren aus. In Sachsen-Anhalt gibt es solche Achsen-Brecher immer noch. Die Strasse ist mit buckligem Kopfsteinpfalster gedeckt und hat noch einen richtig ausgewachsenen Sommerweg. Jedoch war die Fahrt selbst bei 30 km/h das reinste Abenteuer. Ich hätt ein Bild machen sollen. Aber wie ich vermute, werd ich diesen Zustand noch in Jahren dokumentieren können. Da besteht keine Eile.
Richtig überrascht war ich über die Verkehrsstärke auf der A 143. Das sah heut nachmittag schon richtig gut aus. Es dürfte sich auf vielleicht 20.000 Fz/d DTV belaufen. Auch im weiteren Verlauf auf der A 38 Richtung Leipzig war bereits ordentlich Verkehr. Das kommt sicherlich noch nicht an eine Autobahn ran, die seit Jahren durchgängig unter Verkehr ist. Aber dafür, dass die A 38 noch nicht fertig ist, wird sie schon rege benutzt.
Alle Bilder von heute sind in diesem Paket zu finden.